Oft gestellte Fragen

 

 

Terminvergabe

In unserer Praxis vereinbaren wir mit Ihnen in der Regel Vormittagstermine zur Erstberatung, zum Einsetzen der festsitzenden Zahnspange, Bogenwechseltermine, Abschlussuntersuchungen, sowie Gespräche alleine mit Eltern.

Alle kurzen Termine wie Kontrollen aber auch Einsetzen von neuen herausnehmbaren Zahnspangen finden am Nachmittag statt.

 

 

Schmerzen an den Zähnen

Im Rahmen einer kieferorthopädischen Behandlung treten nur selten echte Zahnschmerzen auf.

Sollten sie doch einmal auftreten, so sind diese vor allem in den ersten 3-5 Tagen nach

dem Einsetzen oder Nachstellen einer Zahnspange zu beobachten.

Vermeiden Sie in dieser Zeit harte, klebrige, knusprige und zu große Speisen, sowie Kaugummi.

Nahrung in mundgerechte Stücke schneiden wirkt Wunder.

Schmerzmittel sind in der Regel nicht nötig. Fragen Sie uns nach homöopathischen Alternativen. Bei länger anhaltenden Schmerzen sollten Sie uns umgehend aufsuchen.

 

 

Druckstellen an der festen Zahnspange

Kommt es zu Druckstellen an den Lippen, den Wangen, dem Zahnfleisch oder der Zunge, so können die störenden Stellen an der festen Zahnspange vorübergehend mit Wachs abgedeckt werden. Danach sollten Sie umgehend einen Kontrolltermin mit uns vereinbaren.

 

 

Lose Brackets oder Bänder

Lose Brackets oder Bänder sollten schnell wieder befestigt werden, um eine einwandfreie Funktion der festen Zahnspange zu gewährleisten und Karies und Entkalkungen zu vermeiden. In der Regel ist ein Aufsuchen des zahnärztlichen Notfalldienstes nicht erforderlich. Behelfen Sie sich am Wochenende mit Wachs, so wie wir es in der Praxis gezeigt und erklärt haben.

Bitte vereinbaren Sie möglichst schnell einen Termin zur Reparatur in unserer Praxis.

 

 

Defekte herausnehmbare Zahnspangen

Verbogene oder zerbrochene Geräte können ihre Funktion nicht mehr ordnungsgemäß erfüllen. Auch wackelige Milchzähne oder neu durchbrechende bleibende Zähne können den Sitz der herausnehmbaren Zahnspange beeinträchtigen.

Bitte vereinbaren Sie möglichst schnell einen Termin zur Reparatur in unserer Praxis, um einen Rückfall in der Zeit, in der die Zahnspange nicht getragen werden kann, zu vermeiden.

 

 

Reinigung bei der festen Zahnspange

Regelmäßige Reinigung mit Zahnbürste, Spezialbürsten und Zahnpasta wird dringend angeraten. Sollten die Zähne nicht regelmäßig gut gereinigt werden, so können Entkalkungen bis im Extremfall sogar Karies um das Bracket herum entstehen. Es entsteht keine Karies unter den Brackets, da wir die Zähne gründlich vorher reinigen, auf Wunsch versiegeln und mit Kunststoffkleber sauber befestigen. So ist der Zahn sicher unter dem Bracket geschützt.

 

 

Aufbewahrung der herausnehmbaren Zahnspange

Die Geräte werden in einer Zahnspangendose aufbewahrt, wenn sie nicht getragen werden. Zur regelmäßigen Reinigung empfehlen wir eine spezielle Zahnbürste und Zahnpasta. In der Regel ist das ausreichend, eventuell kann man die Zahnspange auch in Wasser mit einem Tropfen Mundwasser legen, falls der Geruch der Zahnspange stört.

 

 

Dauer und Verlauf der Kieferorthopädischen Behandlung

Je nach Behandlungsplan, der aufgrund der Unterlagen (Modellanalyse, Röntgenbilder, Fotos, evtl. Handaufnahme zur Wachstumsbestimmung) erstellt wird, ergibt sich für den Patienten eine individuelle Behandlung, die mit herausnehmbaren oder festsitzenden Apparaturen oder einer Kombination aus beiden Möglichkeiten erfolgt. Die aktive Behandlungsdauer beträgt in der Regel 3 bis 4 Jahre, daran anschließend folgt die sogenannte Retentions- oder Haltephase. Je nach Behandlungsverlauf und Ausgangsbefund sowie Entscheidung über den Erhalt oder die Extraktion der Weisheitszähne dauert diese Haltephase unterschiedlich lang.

 

 

Retentionsmöglichkeiten nach aktiver Behandlung

Die Haltephase kann mit den letzten aktiven Geräten durchgeführt werden:laecheln 4 20151016 1465800401

  • mit einfacher gestalteten neuen Zahnspangen,
  • mit durchsichtigen Schienen,
  • von innen speziell geklebten festsitzenden Retainern (siehe Abbildung).

 

 

Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten der Behandlung zu 100%, wenn die Patienten innerhalb der Kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG) mit dem Befund 3,4 oder 5 der entsprechenden Funktionsproblematik eingestuft werden können. Die Rechnungstellung erfolgt dann mit einem 20%-igen Eigenanteil. Ab dem 2. Kind berägt der Eigenanteil 10%. Dieser wird nach erfolgreichem Abschluss der aktiven Behandlung inkl. Retentionsphase von ihrer gesetzlichen Krankenkasse zurück erstattet.

 

 

KIG= Kieferorthopädische Indikationsgruppen

Nähere Informationen zum Kieferorthopädisches Indikationssystem finden Sie unter folgendem Link: www.kfo-online.de

Fällt ihr Kind nicht in die Kieferorthopädischen Indikationsgruppen, bzw erhält den Befund 1 oder 2, dann heißt das nicht automatisch, dass ihr Kind nicht behandlungsbedürftig ist. Es werden nur keine Kosten von Seiten der gesetzlichen Kasse übernommen. Lassen Sie sich diesbezüglich über eine private Behandlung aufklären.

 

 

Privatleistungen

In unserer Praxis werden Ihnen verschiedene Leistungen in Bezug auf Zahnversiegelungen, Zahnreinigung, selbstligierende Bracketsysteme, superelastisches Bogenmaterial, Dauerretention (Retainer) o.a. angeboten.

Wir beraten Sie, um eine optimale Behandlung für Ihr Kind zu finden.

 

 

Zahnärztliche Kontrollen

Eine zahnärztliche Kontrolle sollte jedes halbe Jahr regelmäßig zusätzlich zur kieferorthopädischen Kontrolle bei Ihrem Hauszahnarzt erfolgen.

 

 

Wirbelsäule und Zähne

Der Schädel stellt die Spitze der Wirbelsäule dar. Er stützt sich auf die Wirbelsäule und wird durch sie bewegt. Verschiedene Muskelketten verbinden den Unterkiefer und das Zungenbein dirket mit dem Schultergürtel, indirekt mit dem Beckengürtel, durch deren Bewegungen und Haltungen sie auch beeinflusst werden. Das Zusammenwirken aller Elemente bewirkt eine ständige Kettenreaktion. Die klinische Beobachtung zeigt uns, dass z.B. bei einer fehlerhaften Haltung des Beckengürtels die Stellung des Unterkiefers und damit seine Lage im Schädel und auch Beziehung zum Oberkiefer ungünstig beeinflusst werden kann, was zu Funktionsstörungen führen kann wie auch zu phonoartikulären Störungen.

 

 

Was hat die Atmung mit der Kieferorthopädie zu tun?

Atmung hat etwas mit Funktion zu tun. Form und Funktion beeinflussen sich gegenseitig. Die Form der Kiefer wird sich positiv regulieren durch positive permanente Reize aus dem Inneren und von der Außenwelt. Verschiedene Mechanismen regulieren den Gesamtprozess mit dem Ziel, ein harmonisches Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Elementen zu gewährleisten und ein Gleichgewicht herzustellen.

Die Form der Kiefer ist gegeben für eine Funktion und durch eine Funktion, d.h. jedes Organ ist auch für eine bestimmte Funktion ausrichtetet, aber gleichzeitig auch wegen einer Funktion.

Durch eine harmonische Funktion (z.B. Atmung, Schluckmuster, Mimik, Phonation,...) können sich die Kiefer entwickeln. Manchmal bedarf es auch erst der Behandlung, um der Funktion die Möglichkeit zur Entfaltung zu ermöglichen.

 

 

 

Informationen zum Thema Kiefergelenk

Symptome, die auf kraniomandibuläre Dysfunktionen hinweisen können

Je früher eine Funktionsstörung des Kiefergelenks erkannt wird, umso besser sind die Chancen, dauerhaft beschwerdefrei zu erzielen.

Bei folgenden Symptomen sollten Sie einen spezialisierten ganzheitlich tätigen Zahnarzt oder Kieferorthopäden aufsuchen, der herausfinden kann, ob ein Zusammenhang mit dem Kausystem besteht.

 

 

Körperliche Ebene

  • Unklare Schmerzen an Zähnen, Kiefer, Gesicht, Ohren, Augen, Kopf
  • Knirschen oder Pressen der Zähne
  • Knacken oder Schmerzen der Kiefergelenke
  • Muskelverspannungen
  • Schluckbeschwerden „Kloß im Hals“
  • Ohrgeräusche/Hörsturz
  • Sehstörungen
  • Unklare Schmerzen an Nacken, Hals, Schulter, Rücken, Armen, Beinen
  • Schwindel
  • Taubheitsgefühl
  • Chronische Müdigkeit
  • Schlafstörungen/Schnarchen

 

 

Psychosoziale Ebene

  • Stress in Schule/Arbeit/Familie
  • Unruhe/Grübelei
  • Konzentrationsstörungen
  • Depressive Verstimmungen
  • Sorgen/Ängste
  • Aggressionen/Zorn
  • Lebensziele/Sinn des Lebens

 

 

Risikofaktoren von kraniomandibulären Dysfunktionen (CMD)

Wie bei den meisten Erkrankungen, kann man bei den CMD oft keine isolierte Ursache der Beschwerden ermitteln, sondern nur verschiedene Faktoren. Hier unterscheidet man zwischen einer Veranlagung, auslösenden Faktoren und unterhaltenden Faktoren. Diese individuellen Risikofaktoren können sich sowohl auf der körperlichen als auch der psychosozialen Ebene befinden.

 

 

Veranlagungen

Eine genetisch ungünstige Ausstattung sowie hormonelle Störungen durch einen unregelmäßigen Zyklus oder die Einnahme von Verhütungsmittel können die Empfindlichkeit gegenüber Schmerzen stark beeinflussen. Wachstumsstörungen des Kausystems durch Mundatmung bei Allergien und Kopfvorhaltung können z.B. ebenfalls ungünstige anatomische Verhältnisse der Kaumuskulatur und der Kiefergelenke bewirken und somit die Entstehung von CMD begünstigen.

 

 

Auslösende Faktoren

Die Angst vor einer wichtige Prüfung oder ein Schicksalsschlag bewirken bei vielen von uns eine starke innere Anspannung, einhergehend mit Verspannungen der Kau-, Kopf- und Nackenmuskulatur. Zähneknirschen oder Pressen sind deshalb häufig Auslöser für unklare Schmerzsyndrome an Zähnen, Gesicht , Kopf oder Nacken. Ebenso können Zwangshaltungen bei der Arbeit, eine extreme Mundöffnung, aber auch Probleme mit dem neuen Zahnersatz (Fehlbiss) zu starken Beschwerden in Kiefer, Gesicht und Kopf führen.

 

 

Unterhaltende Faktoren

Leiden die Patienten zusätzlich unter chronischen Schlafstörungen (z.B. bei Schnarchen/obstruktiver Schlafapnoe), dann ist eine Heilung stark erschwert, weil in der Nacht keine Regeneration der Gewebe und der Psyche stattfinden kann. Große Sorgen, Zukunftsängste („Katastrophisieren“) von Erkrankten und/oder deren Angehörigen erschweren zusätzlich den Heilungserfolg, weshalb darauf unbedingt positiv eingewirkt werden sollte.